Der Königsweg „Dialog“ ist gescheitert

Der nun achte „legale“ Wolfsabschuss seit dem Jahr 2000 zeigt dass der vielbeschworene Dialog in gewissen Regionen und bei gewissen Leuten schlicht nichts bringt. Griffige Massnahmen, wie die eidgenössische Volksinitiative «Für den Schutz der Grossraubtiere», sind nun gefragt.

Als wir für die eidgenössische Volksinitiative «Für den Schutz der Grossraubtiere (Bär, Wolf und Luchs)» auf die Suche nach Unterstützern gingen, kam von den meisten etablierten Naturschutzorganisationen eine Absage. Dies mit der Begründung man wolle auf den Dialog mit den Betroffenen und Behörden setzen. Dies ist sehr lobenswert und nebst der Information der Bevölkerung der wichtigste Grundstein für eine erneute Etablierung der Grossraubtiere in der Schweiz. Jedoch bringt der Dialog dort nichts, wo jedes Gesprächsangebot auf taube Ohren stösst wie dies im Wallis und vor allem im Goms der Fall ist.

Wie dies beim jüngsten Abschuss im Wallis der Fall war, werden die Bestimmungen der Grossraubtierkonzepte von den zuständigen Behörden nach Lust und Laune ausgelegt. Denn gerade im Wallis sind die Verantwortlichen praktisch ausnahmslos populistisch getriebene Politiker und Behördenmitglieder welche meist tief in den Jäger- und Kleinviehhalterfilz verstrickt sind. So entscheiden diese nicht nach bestem Wissen und Gewissen sondern, wenn immer möglich, gegen den Wolf. Dass gerade auch die interkantonale Kommission (IKK) Kritik an der Abschussbewilligung geübt hat interessiert im Wallis niemanden, denn um eine sachliche Auseinandersetzung mit der Thematik geht es hier überhaupt nicht.

Darum ist es nun wichtig, dass der Schutz der Grossraubtiere in der Schweiz endlich richtig verankert wird. So dass klipp und klar ist, dass es keine Abschussbewilligungen mehr gibt, wenn man nur genügend Wolfsrisse mittels ungeschützten Nutztierherden provoziert.

Deshalb fordern wir alle Personen und Organisationen, welche ernsthaft am Schutz der Grossraubtiere in der Schweiz interessiert sind, die eidgenössische Volksinitiative «Für den Schutz der Grossraubtiere (Bär, Wolf und Luchs)» zu unterstützen. Denn nur so können solch dumme wie nutzlose Abschüsse wie jetzt gerade im Wallis zukünftig verhindert werden.

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